Berufsorientierung in künftigen Bildungsplänen verankern

[ Dick: „Unterricht und Didaktik müssen Ausbildungs- und Studienreife verbessern“ ]

Erstellt am: 12/19/2012

Stuttgart – Für die Arbeitgeber Baden-Württemberg müssen die künftigen Bildungspläne im Land in erster Linie die Ausbildungs- und Studienreife der Schulabgänger erhöhen. „Die Sicherung der Grundbildung und die feste Verankerung der Berufsorientierung in den Bildungsplänen sind dabei Kernelemente, die die Zukunftsperspektiven junger Menschen entscheidend verbessern“, sagte Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände, am Mittwoch in Stuttgart.

Für die Arbeitgeber im Land sei die Schulstruktur von nachrangiger Bedeutung, sagte Dick anlässlich der Auftaktveranstaltung zur Bildungsplanreform 2015: „Entscheidend sind vielmehr die besten pädagogischen Konzepte, die Kompetenzorientierung, die richtigen Lerninhalte sowie eine überzeugende Qualitätssicherung und ein vernünftiger Umgang mit knappen Zeit- und Geldressourcen.“ Dick verwies darauf, dass schon die heutigen Bildungspläne letztlich alle Grundfertigkeiten beinhalteten, die in den Betrieben erwartet würden. Trotzdem verlasse rund ein Fünftel der Schüler die Schule ohne ausreichende Kompetenzen: „Es muss daher sichergestellt werden, dass Unterricht und Didaktik tatsächlich auf ein nachhaltiges Lernen ausgerichtet werden.“
 
Vor diesem Hintergrund bewertete er die angekündigte Zerschlagung der Fächerverbünde kritisch. „Auch wenn in diesen Verbünden noch nicht alles optimal läuft, so stellen sie doch einen wichtigen Beitrag zur stärkeren Orientierung hin zu Handlungskompetenzen dar“, so Dick weiter. Hier dürfe jetzt nicht die Rolle rückwärts vollzogen werden.
Der Erfolg der Bildungspolitik werde sich auch daran messen lassen müssen, ob mehr Schulabgänger direkt in eine Ausbildung gelangen und diese erfolgreich absolvieren. Dick abschließend: „Die Arbeitgeber Baden-Württemberg bieten dazu an, ihre Expertise in die Bildungsplanreform und die Umsetzungskonzeption über die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT einzubringen.“

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Datum: 21.5.2013

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