Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.

Hochschulen, Land, Arbeitsagenturen und Arbeitgeber vereinbaren engere Zusammenarbeit bei der Bildungsberatung von Flüchtlingen

Schäuble: „Integrierter Beratungsansatz leistet aktiven Beitrag zu einer gelingenden Integration“

Erstellt am: 02/03/2016

STUTTGART – Hochschulen, Land, Arbeitsagenturen und Arbeitgeber in Baden-Württemberg wollen bei der Bildungsberatung von Flüchtlingen künftig noch enger zusammenarbeiten. „In den Herkunftsländern vieler Flüchtlinge sind die Ausbildungs- und Studienchancen, die Deutschland bietet, häufig unbekannt. Hier sehen wir viel Potenzial, diese Menschen zu beraten und an die für sie passenden Angebote heranzuführen“, sagte Karl Schäuble, Vizepräsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg und Mitglied des Engeren Vorstands von SÜDWESTMETALL, anlässlich der Verabschiedung einer Gemeinsamen Erklärung der sieben Partner (siehe Anhang).

Die Gemeinsame Erklärung wurde im Arbeitskreis HOCHSCHULEWIRTSCHAFT am 2. Februar 2016 in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler sowie dem Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, dem Vorsitzenden der Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Bastian Kaiser und Dr. Susanne Koch, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit verabschiedet. Seitens der Wirtschaft wird die Erklärung vom Landesdachverband Arbeitgeber Baden-Württemberg und dem Metallarbeitgeberverband SÜDWESTMETALL getragen.

Das deutsche und vor allem auch das baden-württembergische Bildungssystem böten zahllose Bildungswege und Anschlussmöglichkeiten und wiesen bereits eine hohe Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung auf. Bei den Flüchtlingen komme es nun darauf an, die Anforderungen in Ausbildung, Studium und Beruf mit vorhandenen Kompetenzen abzugleichen. „Unser integrierter Beratungsansatz bietet hier beste Chancen, Menschen an die Hand zu nehmen, für die unser Bildungssystem eine fremde Welt ist“, sagte Schäuble: „Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zu einer möglichst raschen und gelingenden Integration.“

„Für viele Flüchtlinge sind die Hürden, eine berufliche Ausbildung oder ein Studium aufzunehmen und auch zu bewältigen, sicherlich hoch“, sagte Schäuble: „Umso mehr müssen wir gemeinsam an allen Stellschrauben drehen, die die Erfolgsaussichten erhöhen.“ Dazu gehöre es, vorhandene Kompetenzen und Qualifikationen der Flüchtlinge zielgenau zu erfassen und dann mit Blick auf diese Grundlagen entsprechend zu beraten. Vielfach erforderlich sei zudem eine fachliche und sprachliche Vorbereitung auf Berufsausbildung oder Studium, zudem eine finanzielle Absicherung und ein gesicherter Aufenthaltsstatus während der Ausbildungszeit.

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Datum: 6.12.2016

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