Interview

[ "Es gibt für mich keine Dogmen" ]

Erstellt am: 12/01/2012

Der neue Südwestmetall-Chef Stefan Wolf setzt sich für einen Abbau tariflicher Leistungen für ältere Beschäftigte ein. Mit der IG Metall will er über den Schutz vor Versetzungen und die Verdienstsicherung verhandeln. Zudem spricht er sich für eine Verkürzung der Elternzeit auf ein Jahr und gegen die Pläne zur Großelternzeit aus. Auch sollen die Beschäftigten mehr auf ihre Gesundheit achten, um ihre Arbeitskraft zu erhalten, fordert Wolf – zumal mittelfristig über eine Rente mit 69 geredet werden müsse.

Herr Wolf, Sie sind Vorsitzender bei Südwestmetall und Vorstandschef der börsennotierten Elring Klinger AG. In welchem Amt fühlen Sie sich freier in Ihren Äußerungen?
Einmal vertrete ich die Interessen der Aktionäre, das andere Mal die der Mitglieder. Insofern bin ich in beiden Ämtern ähnlich frei.

Vor Ihrer Zeit als Arbeitgeberverbandschef haben Sie die Autohersteller ermahnt, weil diese ihre Produktionskosten zunehmend auf die Zulieferer abwälzen würden. Würden Sie dies noch immer kritisieren?
Vor zwei Jahren hatten wir zum Ende der Krise eine völlig andere Situation. Dass wir aber weiterhin über Kosten sprechen müssen, ist keine Frage – weder in dem einen noch in dem anderen Amt.

Sind die Praktiken der Hersteller nicht eher noch rücksichtsloser geworden?

Wir leben seit vielen Jahren in einer harten Welt. Da hat sich nicht viel verändert – und ich habe auch nicht die Hoffnung, dass sich in den nächsten zehn bis 15 Jahren etwas verändern wird. Dies ist eine der härtesten Branchen überhaupt.

Warum haben Sie damals die sonst übliche Zurückhaltung gegenüber den Automobilherstellern abgelegt?
Es ist wichtig, dass wir in dem Bereich Hersteller und Zulieferer eine faire Partnerschaft pflegen, um langfristig miteinander arbeiten zu können. Da muss man Dinge, die etwas außer Kontrolle geraten sind, ansprechen und versuchen, sie in die richtigen Bahnen zu lenken.

Dazu gehört eine ordentliche Zahlungsmoral. Zahlen die Hersteller pünktlich?
Darüber können wir uns eigentlich nicht beklagen. Im Großen und Ganzen ist das schon in Ordnung.

Sie haben ohnehin keine Scheu vor forschen Formulierungen: Noch vor Amtsantritt haben Sie den Eindruck erweckt, als wollten Sie die 35-Stunden-Woche schleifen – indem Sie die Schweiz mit ihren 42 Wochenstunden und 22 Urlaubstagen hervorgehoben haben. War das vorschnell?
Das war nicht vorschnell, sondern in der Wiedergabe aus dem Zusammenhang gerissen. Dazu stehe ich allerdings: Man muss jedes Thema ansprechen dürfen – es gibt für mich keine Dogmen, nur weil man etwas einmal erkämpft hat. Statische Vereinbarungen passen nicht mehr in diese dynamische Arbeitswelt. Die Schweiz habe ich angesprochen, weil wir in einer Tochtergesellschaft der Elring Klinger AG eine völlig andere Situation haben. Das war kein allgemeiner Angriff auf die 35-Stunden-Woche.

Auch wollen Sie die Rituale eindämmen und Vorschläge machen, um die Tarifverhandlungen zu beschleunigen. Haben Sie schon konkrete Ideen?

Da sind wir noch in der Entscheidungsfindung. Dass man gewisse Dinge rascher abhandeln kann, liegt aber auf der Hand.

Es hat eine Zeit gebraucht, bis sich die neuen Führungen von Südwestmetall und Gesamtmetall sortiert haben. Spüren Sie eine hohe Erwartung der Mitgliedsunternehmen, jetzt eigene Akzente zu setzen?
Die Mitglieder empfinden es als wohltuend, dass wir gewisse Themen offen ansprechen und proaktiv vorantreiben. Ich glaube, dass wir uns da schon ganz gut positioniert haben.

Sie wollen Sie die Beschäftigten mehr in die Pflicht nehmen, sich arbeitsfähig zu halten?

Die Arbeitnehmer sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass man etwas dafür tun muss, um die Arbeitskraft zu erhalten. Man kann nicht über Jahre hinweg seine Gesundheit vernachlässigen und mit Ende 50/Anfang 60 sagen: Ich bin nicht mehr arbeitsfähig – der Arbeitgeber hat die Konsequenzen zu tragen. Ich glaube nicht, dass wir mit der Rente mit 67 am Ende der Fahnenstange angelangt sind – mittel- und langfristig werden wir auch über 69 Jahre reden. Vielleicht noch nicht in zehn Jahren – aber vielleicht in 15 oder 20 Jahren werden sich unsere Nachfolger damit beschäftigen müssen. Da wird es immer wichtiger, die Gesundheit zu erhalten, um in der dann längeren Arbeitsphase bestehen zu können.

Sollten sich die Arbeitgeber nicht vielmehr intensive Gedanken über bessere Arbeitsbedingungen für Ältere machen? Die IG Metall kritisiert unter anderem, es gebe zu wenig Angebote für Altersteilzeit, und deren Quote werde vor allem in kleineren und mittleren Betrieben nicht ausgeschöpft.

Da gibt es sicher noch Nachholbedarf, um die Bedingungen für ältere Arbeitnehmer zu verbessern – wir leben nicht auf der Insel der Glückseligen. Es ist aber schon ein gutes Bewusstsein da: In den letzten zehn Jahren haben die Betriebe sehr viel gemacht beim Gesundheitsmanagement oder den ergonomischen Bedingungen der Arbeitsplätze. Nun brauchen wir eine andere Mentalität, die nicht nur die Freizeit in den Vordergrund stellt. Arbeit kann Erfüllung sein und Spaß machen. Allein die Altersteilzeitregelungen noch auszuweiten, wäre ein Schritt in die falsche Richtung.

Wie passt es aber dazu, wenn Sie zugleich besondere Tarifregelungen für Ältere wie den Kündigungsschutz und die Verdienstsicherung beschneiden wollen?
Beschneiden würde ich nicht sagen. Aber wenn das Renteneintrittsalter nach oben geht, muss man zumindest darüber nachdenken, ob gewisse Alterssicherungen anzupassen sind. Da müssen wir mit dem Sozialpartner ins Gespräch kommen, wie wir verträgliche Lösungen finden. Nachtarbeitszuschläge sind als Erschwerniszuschlag absolut gerechtfertigt, wenn jemand in der Nachtschicht arbeitet. Es ist aber nicht angebracht, dass wir die Phase, in der die Zuschläge tariflich abgesichert sind, verlängern – nur weil das Renteneintrittsalter nach oben geht. Es ist leider so, dass sich die Menschen an gewisse Einkommenssituationen gewöhnen, aber nicht erkennen, dass die Zuschläge auf eine gute Tarifentlohnung oben drauf kommen und von einer Erschwernis abhängig sind. Wenn diese wegfällt, muss man darüber nachdenken, die Zuschläge zu streichen.

Ist das ein Vorstoß für konkrete Gespräche?

Da ist noch nichts geplant. Ich halte das Thema aber für diskussionswürdig. Daher werden wir es früher oder später angehen.

Die Regelungen wurden 1973 im Arbeitskampf erstritten. Wie wollen Sie das der Gewerkschaft wieder abtrotzen?

Ich würde mir konstruktive Gespräche wünschen, in denen wir gemeinsam mit dem Sozialpartner ein Bild der Arbeitswelt von morgen entwerfen, um dann für beide Seiten tragfähige Lösungen zu finden.

Der IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann wirft ihnen vor, ältere Arbeitnehmer zur Manövriermasse zu machen. Geht es Ihnen vor allem um einen Abbau der Personalkosten?

Bisher können wir einen älteren Beschäftigten nicht einfach versetzen, um ihn im Arbeitsprozess zu halten. Also geht es darum, mehr Menschen über 60 Jahren Arbeitsplätze anzubieten, mit denen sie ihren Lebensunterhalt gut absichern können. Daher brauchen wir mehr Flexibilität beim Kündigungsschutz von älteren Beschäftigten, um zum Beispiel Versetzungen zu ermöglichen.

Die IG Metall will mit Ihnen lieber über Leistungsverdichtung, zu hohen Leistungsdruck und andere Formen der Arbeitsorganisation wie gemischte Teams mit jüngeren und älteren Mitarbeitern reden. Sind Sie bereit dazu?
Das trifft nicht den Punkt. Wenn man die Umsatzsteigerungen der Unternehmen seit der Krise ins Verhältnis setzt zu dem Personalaufbau, sehe ich keine weitere Leistungsverdichtung. Dass wir immer strammere Anforderungen stellen würden, entspricht einfach nicht den Tatsachen.

Eine Umfrage der IG Metall im Südwesten spricht eine andere Sprache. Demzufolge korrespondiert ein niedriger Personalstand mit immer höheren Zielvorgaben.

Ich hätte von vorneherein sagen können, was bei der Umfrage herauskommt, wenn die Gewerkschaft lediglich ihre Betriebsräte befragt. Da fehlt eine gewisse Objektivität. Es lässt sich relativ einfach an Zahlen festmachen, wie viel Umsatz durch wie viele Mitarbeiter erwirtschaftet wird. Wenn man die Fakten bemüht, zeigt sich ein etwas anderes Bild.

Kommt im Frühjahr somit eine reine Lohnrunde?

Ich denke, dass jetzt eine reine Lohnrunde ansteht. Wir haben beim jüngsten Tarifabschluss eine Gesprächsverpflichtung zu grundlegenden Themen der sich verändernden Arbeitswelt vereinbart. In starker Einbindung der Mitglieder neue Grundpositionen zu entwickeln, sollten wir in partnerschaftlicher Weise außerhalb von Tarifrunden tun. Dieser Prozess muss in den nächsten zwölf Monaten eine entsprechende Dynamik bekommen. Im Schweinsgalopp da durchzugehen, nur weil wieder eine Tarifrunde ansteht, halte ich für falsch. Ich habe Signale von der IG Metall, dass dies dort genauso gesehen wird.

Die Arbeitgeber haben die Erwartung geschürt, dass diese Demografiethemen schon in der Tarifrunde eine Rolle spielen?

Das glaube ich nicht. Da haben wir nach innen einen gute Kommunikation. Ich setze die Dinge gern schnell um – aber in dem Bereich sehe ich, dass wir da noch mehr Zeit brauchen. Wir müssen mit Augenmaß an die Dinge herangehen. Ein vorschnelles Handeln wäre kontraproduktiv.

Also geht es nur ums Geld. Zwingen die wirtschaftlichen Aussichten zur Bescheidenheit?

Im zweiten Halbjahr 2012 haben wir eine stetige Abwärtsentwicklung. Die Frage ist, wie lange sie anhält. Wenn man sich die Auftragsbestände anschaut, haben wir für die ersten drei bis fünf Monate 2013 schwächere Eingänge, als wir uns das im Sommer noch erhofft haben. Daher erscheint mir ein Maßhalten angebracht. höhere Lohnaufschläge würden viele Unternehmen überfordern.

Werden bereits auf breiter Front Arbeitszeitguthaben abgebaut?

Die Zeitkonten werden vielfach sukzessive abgebaut, wenn auch nicht wie im Jahr 2008, als im Sommer alles eingebrochen ist. Und das eine oder andere Unternehmen setzt schon Kurzarbeit ein.

Aber die Zahlen sind noch gering. Warum bedrängen Sie die Bundesregierung schon so massiv, das Kurzarbeiterpaket zu erweitern?

Es ist die Frage, ob man sich mit einer gewissen Weitsicht positioniert: Wenn es wegen der Eurokrise oder der Staatsverschuldung der USA tatsächlich schlimmer wird, als wir jetzt alle erwarten, kann es eine Krise größeren Ausmaßes werden. Dann hat es Sinn, schnell auf so ein Instrument zurückgreifen zu können.

Die Kurzarbeit verhindere doch nur notwendige strukturelle Anpassungen, sagen manche Wirtschaftswissenschaftler?

Unsere Arbeitgeber haben weitgehend das Bewusstsein, Überkapazitäten durch strukturelle Anpassungen zu reduzieren. Wo sie notwendig sind, müssen sie vorgenommen werden – trotzdem ist das Instrument der erweiterten Kurzarbeit sinnvoll. Deswegen müssen wir es jetzt schon in Stellung bringen.

Die Regierung verspricht doch, im Bedarfsfall rasch zu handeln?

Es ist die Frage, ob es in der Umsetzung tatsächlich so kommt. Über ein Gesetzgebungsverfahren zu gehen, ist immer langwieriger als über eine Verordnung des Bundesarbeitsministeriums.

Das Institut der deutschen Wirtschaft sagt für jedes vierte Unternehmen einen Stellenabbau vorher – einverstanden?
Ich glaube nicht, dass es in der Breite dazu kommt. Die Unternehmen sind immer unterschiedlicher aufgestellt, weshalb wir auch immer individuellere Tarifregelungen brauchen, um dem gerecht zu werden.

Der Maschinenbau boomt nach wie vor.

Der läuft zyklisch immer hinterher. Das ist noch schön für die davon betroffenen Unternehmen, kann aber 2013 zu Problemen in der Breite führen, weil es den Kunden an Aufträgen mangelt und personelle Überkapazitäten entstehen.

Werkverträge werden in der Tarifrunde keine Rolle spielen. Wurde der Vorstoß der IG Metall erfolgreich abgeschmettert?
Es ist ein Instrument, das wir seit vielen Jahren einsetzen. Werkverträge kommen in allen möglichen Arbeitsbereichen zum Einsatz, was auch seine Berechtigung hat. Da gibt es einfach keinen weiteren Regelungsbedarf.

Die Verteuerungen bei der Zeitarbeit treiben immer mehr Unternehmen in die Werkverträge – finden Sie das richtig?

Die Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten. Wenn das Instrument missbraucht wird, ist dies nicht richtig. Wir empfehlen auch den Mitgliedsunternehmen, so etwas nicht zu tun. Wenn aber Werkverträge legal genutzt werden, sollte man sie einsetzen dürfen.

Selbst Ihr Amtskollege Maier-Hunke in Nordrhein-Westfalen beklagt Scheinwerkverträge, wo früher Zeitarbeit oder befristete Beschäftigung eingesetzt worden seien. Damit werde das System der Tarifautonomie beschädigt, sagt er.
Das sehe ich genauso. Dass jemand abhängig beschäftigt wird und dies über irgendwelche Konstruktionen als Werkvertrag betitelt wird, ist aber die absolute Ausnahme. Die ganz große Mehrzahl der Fälle ist korrekt.

Warum werden Frauen in der Metall- und Elektroindustrie so wenig gefördert?

Die Frage trifft nicht den Punkt. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel erreicht bei der Förderung von Frauen. Auch der Verband macht viel, um schon Mädchen für die sogenannten Mint-Berufe zu begeistern. Doch haben wir immer noch zu wenig Frauen, die sich für ein bei uns gefragtes Berufsbild entscheiden. Ohne entsprechenden Fundus kann man Fördermaßnahmen einführen, wie man will – dann ist das sehr schwierig. Wenn wir über eine Quote von etwa 30 Prozent sprechen, so können wir die Plätze heute nicht füllen, weil sich zu wenig Frauen für die technischen Berufe interessieren. Wir müssen uns daher über flexible Modelle Gedanken machen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, so dass Frauen ihre Arbeitszeiten individueller gestalten oder auch von zu Hause aus arbeiten können.

Wirkt es nicht abschreckend, wenn der Arbeitgeberverband sich so vehement gegen eine Frauenquote ausspricht?

Eine Quote ist immer schlecht, weil sie nicht unbedingt die Qualifikation in den Vordergrund stellt, sondern am Geschlecht anknüpft. Die Frauen in unserer Industrie, die etwas erreicht haben, sind hervorragend qualifiziert – viele von ihnen sprechen sich ebenso gegen die Quote aus.

Bisher geht es um eine Quote in den Aufsichtsräten – fürchten Sie, dass es bald auch um die Vorstände geht?
Wir haben nichts gegen Frauen in Vorständen, wenn sie qualifiziert sind – keine Frage. Wenn aber ein gut funktionierender Vorstand nach einer Quote besetzt werden muss, muss man das Team entweder ausein­anderreißen oder die Anzahl der Vorstände erhöhen. Dieses Beispiel zeigt doch schon, dass starre Regelungen keinen Sinn ergeben. Wichtiger wäre ein Bewusstseinswandel, damit wir mehr Frauen in Verantwortung bringen.

Trägt es zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei, wenn BDA-Präsident Hundt eine stufenweise Verkürzung der Elternzeit auf ein Jahr fordert und sich damit den Zorn der Familienministerin zuzieht?
Den Vorschlag halte ich im Grundsatz für richtig, wenn eine flächendeckende Kinderbetreuung ab dem zweiten Lebensjahr gewährleistet ist. Die Elternzeit wird in überwiegendem Maße von Frauen in Anspruch genommen. Das ist immer eine persönliche Entscheidung. Je länger wir es Frauen aber attraktiv machen, dem Erwerbsprozess fern zu bleiben und später wieder einzusteigen, kann es in gewisser Weise nachteilig sein.

Der Arbeitgebervorschlag war dennoch rasch wieder vom Tisch?

Ich glaube, darüber wird man noch lange diskutieren.

Die Wirtschaftsverbände lehnen zudem Pläne der Familienministerin für eine Großelternzeit ab, wonach diese eine Auszeit von bis zu drei Jahren nehmen dürfen?

Die Pläne halte ich, offen gesagt, für Quatsch. In der Regel sind die Großeltern Ende 50/Anfang 60. Wer da aus dem Erwerbsprozess aussteigt, tut sich mit zunehmendem Alter immer schwerer, wieder einzusteigen.

Ist das ein weiteres Beispiel, dass die Politik der Wirtschaft das Leben schwer macht?
Sie durchdenkt nicht immer in der nötigen Tiefe, was in der Wirklichkeit der Betriebe sinnvoll ist. Uns geht es nicht nur um die Großbetriebe, sondern auch um den Mittelständler mit mehreren hundert Mitarbeitern. Entscheidend ist, wie sich solche Vorschläge dort umsetzen lassen.

Das Interview führte Matthias Schiermeyer von der Stuttgarter Zeitung.

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Datum: 22.5.2013

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