[ Kindergarten ]
Uns allen ist bekannt: Wir haben zu wenige Kinder. Das hat Folgen: Die aktuelle demografische Entwicklung mit einer Geburtenrate von 1,3 Kindern pro Familie gefährdet die Sicherung des qualifizierten Fachkräftenachwuchses. Die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft ist dadurch ebenso bedroht wie die sozialen Sicherungssysteme. Eine Ursache: Beruf und Familie lassen sich oft nur schwer vereinbaren. Karriereunterbrechungen durch Elternzeit, Einkommenseinbußen oder unzureichende Kinderbetreuungsangebote lassen einen Kinderwunsch in vielen Fällen unverwirklicht.
Spielerisch erkunden die Kinder bei Technolino und dem "Haus der kleinen Forscher" die Naturwissenschaften
Potenziale entdecken und fördern
Der Aspekt der Kinderbetreuung birgt dabei nicht nur ein quantitatives, sondern auch ein qualitatives Problem: Betreuung und Bildung gehören zusammen. Zu wenig Frühförderung führt dazu, dass Potenziale unentdeckt bleiben und nicht gezielt gefördert werden.
Das ist eine der zentralen Ursachen für die enge Koppelung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland sowie für den viel zu hohen Anteil an Absolventen eines Schuljahrgangs, die trotz eines qualifizierenden Schulabschlusses nicht über die notwendige Ausbildungsreife verfügen. Dieser Anteil liegt etwa bei einem Fünftel. Auch das bedroht die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Baden-Württemberg.
Was ist zu tun?
Frühe Lernförderung ist eine wesentliche Voraussetzung für den späteren Schulerfolg. Kinder sollen, motiviert durch ihre natürliche frühkindliche Neugier, früher als bisher an das Lernen herangeführt werden.
Kindergärten werden so zu kindgerechten Lernstätten und eröffnen neue Lernchancen. Sprachfertigkeit und die Vermittlung naturwissenschaftlicher Kenntnisse sind besonders zu fördern.
Der bedarfsgerechte Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten mit klarem Bildungs- und Erziehungsauftrag fördert zugleich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Aufbau regionaler Netzwerke aus Kindergärten und Trägern, Schulen und Kommunen sowie Unternehmen und Verbänden ist hierfür unverzichtbar.
Um diese Ziele zu erreichen, hat Südwestmetall die Initiative Fa.i.B.Le (Familie in Beruf und Leben) entwickelt.
Dabei setzen wir an drei Stellen an:
- Für die Frühförderung von Kindern richten wir in enger Zusammenarbeit mit dem Fachpersonal in Kindergärten und Grundschulen Forscherecken ein und wecken dadurch das Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Phänomenen.
> Technolino
> Haus der kleinen Forscher - Für die Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik informieren wir über moderne Modelle der Arbeitsorganisation und unterstützen den Aufbau von Netzwerken und Firmenverbünden, in denen Unternehmen voneinander lernen und profitieren können.
> familyNET - Für die bessere Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule schulen wir das Fachpersonal und schaffen Netzwerke für die Umsetzung des Orientierungsplanes in Kindergärten. Angehende Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte von Fachschulen für Sozialpädagogik qualifizieren wir in Naturwissenschaft und Technik.
> 2gether
> TEA (Technik-ErzieherInnen-Akademie)