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Donnerstag, 4. Februar 2010
Arbeitgeberverband Südwestmetall: Gremien beraten am 10. Februar über weiteres Vorgehen
Dr. Dulger: „Beschäftigungssicherung und Entgeltfrage nur im Gesamtpaket regelbar“
STUTTGART – Die baden-württembergischen Metallarbeitgeber haben die Entscheidung der IG Metall grundsätzlich begrüßt, zeitnah in vorgezogene Verhandlungen über Beschäftigungssicherung und Entgelte eintreten zu wollen. Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, Dr. Rainer Dulger, erklärte am Donnerstag in Stuttgart, Vorstand und Mitgliederrat von Südwestmetall würden am 10. Februar in einer gemeinsamen Sitzung über den Stand der Sondierungsgespräche informiert und dann über das weitere Vorgehen beraten.
Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Gremien dem Engeren Vorstand das Mandat zur Aufnahme von Verhandlungen mit der IG Metall übertragen werden. Dulger betonte, die Arbeitgeber hätten die Sondierungen stets unter der Bedingung geführt, Beschäftigungssicherung und Entgeltfrage nur im Gesamtzusammenhang zu behandeln und beides nur gemeinsam zu lösen. Der Verlauf der Gespräche mit der IG Metall stimme ihn hier „verhalten zuversichtlich“. Dulger wörtlich: „Am Ende des Tages kommt es entscheidend auf das Gesamtpaket an. Es zählt, was unter dem Strich herauskommt.“
Nach Worten des Südwestmetall-Vorsitzenden seien die Sondierungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft in einer „verantwortungsbewussten und hoch konzentrierten Atmosphäre“ geführt worden. Die wirtschaftliche Lage sei für viele M+E-Betriebe in Baden-Württemberg nach wie vor dramatisch. Weitere Belastungen könnten die Unternehmen nicht mehr verkraften. „Es bleibt bei unserer Einschätzung vom Jahresende 2009: Das Jahr 2010 wird noch schwieriger“, so Dulger. Vor diesem Hintergrund sei es erfreulich, dass die Gewerkschaft der Sicherung von Arbeitsplätzen eine so hohe Bedeutung beimesse. Gerade die Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg sei von der Rezession besonders betroffen. Ungeachtet dessen hätten die Unternehmen in den vergangenen 18 Monaten der Krise eindrucksvoll bewiesen, dass auch für sie der Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen ein wichtiges Unternehmensziel sei. Die Betriebe hätten im Krisenjahr 2009 unter Inkaufnahme von massiven Gewinneinbrüchen und beträchtlichen Substanzverlusten erhebliche Vorleistungen gebracht – und dies bei einer gleichzeitigen Steigerung der Tarifentgelte um 4,2 Prozent. „Wenn die Unternehmen diese beschäftigungsfreundliche Politik fortsetzen sollen, dann muss ihnen hierfür ein kostenerleichterndes Instrumentarium zur Verfügung stehen“, sagte Dulger. Daran sei in den Sondierungsgesprächen konstruktiv mit der IG Metall gearbeitet worden. In diesem Bewusstsein müsse nun auch die Entgeltfrage geklärt werden. Südwestmetall sei an einem Ergebnis interessiert, das die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen stärke und so möglichst viele Arbeitsplätze sichern helfe. Es sei selbstverständlich, dass ungeachtet aller zu vereinbarenden Regelungen zur Beschäftigungssicherung die Handlungsfreiheit der Unternehmen unberührt bleiben müsse, auch künftig notwendige strukturelle Personalanpassungen durchführen zu können. |