Südwestmetall vergibt Förderpreise an Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten

04.11.2020

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat acht junge Nachwuchswissenschaftler der baden-württembergischen Landesuniversitäten für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten mit besonderer Bedeutung für die industrielle Arbeitswelt und deren sozialpolitischen Rahmenbedingungen ausgezeichnet. Die Förderpreise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. „Die große thematische Bandbreite der prämierten Dissertationen macht deutlich, wie vielfältig die Hochschullandschaft in Baden-Württemberg ist“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Dr. Stefan Wolf am Mittwoch in Stuttgart anlässlich der Preisvergabe, die coronabedingt nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden konnte.


In Richtung Landesregierung forderte Wolf eine stärkere Unterstützung der Hochschulen bei der Digitalisierung ein: „Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Sommersemester als digitales Semester angeboten worden. Auch das laufende Semester wird voraussichtlich überwiegend digital stattfinden. Die Erfahrungen daraus müssen nun genutzt werden, um auf dem Weg zu einem ‚Campus 4.0‘ ein großes Stück voranzukommen.“ Dabei bleibt für den Südwestmetall-Vorsitzenden die Präsenzhochschule, die durch digitale Lernangebote und Services ihre Effektivität und Effizienz erhöht, das Leitbild.


Die Digitalisierung von Hochschullehrangeboten und der Studierendenservices sei allerdings sehr ressourcenintensiv, bemerkte Wolf: „Sie kann nur gelingen, wenn IT-Infrastruktur und IT-Ausstattung ausgebaut, ausreichend Software-Lizenzen bereitgestellt und der mediendidaktische Support verstärkt werden.“ Die Landesregierung müsse die Hochschulen bei der Digitalisierung deshalb finanziell noch stärker unterstützen, forderte er: „Das Land hat dafür zwar bereits 40 Millionen Euro bereitgestellt. Dies gleicht aber lediglich den Mehrbedarf der Hochschulen für den Online-Studienbetrieb im Sommersemester aus. Für eine nachhaltige Digitalisierung der Hochschulen müssen die finanziellen Mittel verstetigt werden. Deshalb ist hier ein Digitalpakt mit längerer Laufzeit notwendig.“

Dissertationen der Preisträger:

Dr. Montaha Anjass (Universität Ulm)
Experimental and theoretical reactivity studies of molecular metal oxides for energy conversion and storage

Dr.-Ing. Akanksha Bhutani (Karlsruher Institut für Technologie - KIT)
Low Temperature Co-fired Ceramics for System-in-Package Applications at 122 GHz

Dr.-Ing. Andreas Büchler (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
Interface study on laser-structured plated contacts for silicon solar cells

Dr.-Ing. Martin Dazer (Universität Stuttgart)
Zuverlässigkeitstestplanung mit Berücksichtigung von Vorwissen aus stochastischen Lebensdauerberechnungen

Dr. Anke Degenhart (Universität Hohenheim)
Storytelling in Negotiations

Dr. Theresa Felicitas Elisabeth Goecke (Universität Konstanz)
The Nature and Role of Subjective Age in Organisations

Dr. Maximilian Merath (Universität Mannheim)
Decision Making in Supply Risk and Supply Disruption Management

Dr. Albert Mukovskiy (Eberhard Karls Universität Tübingen)
Computational Methods for Cognitive and Cooperative Robotics

Thomas Widder

Referent Kommunikation

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