Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung

Durch das Arbeitsschutzgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die psychischen Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen (§ 5 ArbSchG). Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist die Prävention von Unfällen und arbeitsgedingten Gesundheitsgefahren einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit. Die Vorgehensweise ist nicht vorgeschrieben.

Tipps zur richtigen Umsetzung

Der Arbeitgeber ist für die Planung und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung verantwortlich. Er darf auch einen Experten, z.B. einen Betriebsarzt oder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, damit schriftlich beauftragen (§ 13 Abs. 2 ArbSchG). Idealerweise sollte der Arbeitgeber bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung bestehende Strukturen, wie zum Beispiel das Betriebliche Gesundheitsmanagement, nutzen und vernetzen. Betriebsräte sind wegen Mitbestimmungsrechten von Anfang an einzubeziehen.

Die psychische Belastung sollte innerhalb der klassischen Gefährdungsbeurteilung  (z.B. Lärm) miterfasst werden. Damit bleibt der Zusatzaufwand begrenzt. Psychische Belastungen können mittels Analyseworkshops, Beobachtungsinterviews oder Mitarbeiterbefragungen analysiert und beurteilt werden.

Unter Mitwirkung der Sozialpartner haben der Bund, die Länder sowie die Unfallversicherungsträger Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung erarbeitet. Überdies bietet die Berufsgenossenschaft Holz und Metall Checklisten zur praktischen Umsetzung an.

Für weitere Informationen und eine Unterstützung in der Umsetzung wenden Sie sich bitte an den/die zuständige/n Verbandsingenieur/-in Ihrer Bezirksgruppe.

Südwestmetall
Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V.

Löffelstraße 22–24
70597 Stuttgart
Postfach 70 05 01
70574 Stuttgart
Tel. +49 (0)711 7682-0
Fax +49 (0)711 7651675
E-Mail: info(at)suedwestmetall.de

URL: https://www.suedwestmetall.local/SWM/web.nsf/id/pa_swebac4cjt.html
Datum: 19.3.2019

VOILA_REP_ID=C1257761:004A5185