Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.

Arbeitgeber: Möglichkeiten des Technologietransfers zwischen Hochschulen und Mittelstand transparenter machen

Dick: „Deutschland muss Standortnachteil bei der steuerlichen Forschungsförderung endlich beseitigen“

Erstellt am: 08/08/2017

STUTTGART – Die Arbeitgeber Baden-Württemberg haben das Arbeitsprogramm des Technologiebeauftragten der Landesregierung zur Sicherung des Innovationsstandorts als wichtigen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet.

„Geplante Maßnahmen wie eine Landkarte für den Technologietransfer sind ein dringend benötigter Beitrag zu mehr Transparenz in unserer Innovationslandschaft“, sagte Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick am Dienstag in Stuttgart: „Allerdings bleiben die Pläne für den Innovationstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft noch zu unbestimmt.“

Dick forderte die Landesregierung dazu auf, eine alle Hochschularten übergreifende Plattform zu schaffen, um Technologietransfer transparent und strukturiert anbahnen zu können: „Wir müssen schneller dabei werden, die an den Hochschulen erlangten wissenschaftlichen Erkenntnisse in marktgängige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu überführen.“ Insbesondere beim Mittelstand müssten die Hochschulen ihr Transferpotenzial noch aktiver und verständlicher vermarkten, sagte Dick: „Für Mittelständler ist es zuweilen schwer, konkrete Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit mit Hochschulen zu erkennen.“

Positiv bewerten die Arbeitgeberverbände im Land die klare Positionierung des Technologiebeauftragten für eine steuerliche Forschungsförderung nicht nur für kleinere und mittlere Betriebe. Eine entsprechende Förderung gebe es bereits in 28 von 35 OECD-Staaten, sagte Dick: „Damit würde Deutschland in dieser Frage endlich seinen Standortnachteil gegenüber den allermeisten Industrienationen beseitigen.“ Die Forschungsförderung in Form einer Steuergutschrift in Höhe von zehn Prozent der Aufwendungen müsse dabei an den tatsächlichen Forschungstätigkeiten und nicht an der Unternehmensgröße anknüpfen: „Wir halten es auch für nicht sachgerecht, nur die Personal- und nicht auch die Sachaufwendungen als Bemessungsgrundlage heranzuziehen“, sagte Dick zu den in der Politik diskutierten Plänen.

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Datum: 22.10.2017

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