Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.
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Ausbildung

Die duale Berufsausbildung ist ein zentraler Bestandteil für die Nachwuchsgewinnung in der Metall- und Elektroindustrie. Sie ist eng mit der Arbeitswelt verknüpft und vermittelt neben den theoretischen Inhalten praxisbezogen die unterschiedlichsten betrieblichen Abläufe.Sie bietet hervorragende Karriereperspektiven als Facharbeiter. Allerdings entscheiden sich immer mehr Schulabgänger für andere Wege des Ausbildungs- und Berufseinstiegs. Dabei werden beide benötigt: dual und akademisch ausgebildete Fachkräfte.

Gleichzeitig weisen viele Schulabgänger, die sich um eine Stelle im dualen System bewerben, nicht die nötige Ausbildungsreife auf.

Das duale Ausbildungssystem muss deshalb einerseits für leistungsstarke Schulabgänger attraktiv bleiben und andererseits neue Wege auch für leistungsschwächere Schulabgänger eröffnen. Dies bedeutet: Für Leistungsstarke müssen verstärkt Zusatzqualifikationen sowie inhaltlich und zeitlich flexible Ausbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Leistungsschwächere Jugendliche brauchen Einstiegsmöglichkeiten in Form von Teilqualifikationen und zweijährigen Berufen mit Anschlussmöglichkeiten in die dreijährigen Berufe. Darüber hinaus brauchen sie Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf mit Angeboten zur Berufsorientierung, zur Förderung der Ausbildungsfähigkeit und Hilfen in der Bewerbungsphase.

Außerdem sind betriebliche Einstiegsqualifizierungen, kombiniert mit sozialpädagogischem Training und Theorievermittlung an der Berufsschule erforderlich. So werden von den Tarifpartnern und der Bundesagentur für Arbeit weitere Wege in die Ausbildung ermöglicht und gleichzeitig verborgene Nachwuchspotenziale für die duale Ausbildung erschlossen. Im Projekt „Chance M+E“, das auf dem Tarifvertrag Förderjahr basiert, werden  Jugendliche mit besonderem Förderbedarf in einem Vorbereitungsjahr auf eine Ausbildung in der M+E-Industrie vorbereitet. Betriebliche Einstiegsqualifizierung wird kombiniert mit sozialpädagogischem Training und Theorievermittlung an der Berufsschule. Diese attraktive neue Form des Einstiegs erschließt zugleich weitere Potenziale für die duale Ausbildung.

Immer mehr Unternehmen setzen auf den Erfolg einer internationalen Belegschaft und bilden Jugendliche aus Südeuropa in ihren Betrieben aus. Gleichzeitig versuchen sie Elemente der dualen Ausbildung zu exportieren. Unternehmen ermöglichen so jungen Menschen aus Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit nachhaltige Beschäftigungschancen und sichern sich gleichzeitig ihren Fachkräftenachwuchs.

Ausbildungsleitertagung

Jährlich bietet der Verband in Kooperation mit dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft ein Forum des Informations- und Erfahrungsaustausches für die Verantwortlichen für die Berufsausbildung der Südwestmetall- und USW- Mitgliedsunternehmen.

Ausbildung 4.0

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft stellt die betriebliche Ausbildung vor neue Aufgaben. Ausbilderinnen und Ausbilder müssen für die Dynamik der Digitalisierung fit gemacht und vom Veränderungsbedarf in der betrieblichen Ausbildung überzeugt werden.

Südwestmetall
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Datum: 19.8.2017

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