Urlaubsgeld in der Metall- und Elektroindustrie

Erstellt am: 06/21/2018

Sommer, Sonne, Urlaubszeit: Für die Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie bedeutet das gleich doppelten Grund zur Freude. Denn neben der Erholung gibt es zum Gehalt auch noch das tariflich zusätzliche Urlaubsgeld. Südwestmetall beantwortet die wichtigsten Fragen zum Urlaubsgeld für Beschäftigte der M+E-Industrie in Baden-Württemberg.

Urlaubsgeld Metallindustrie

Wieviel Urlaubsgeld bekommen ein Maschineneinrichter und ein Bereichscontroller?

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Wie viel Urlaubsgeld bekomme ich?

Laut Tarifvertrag beträgt es pro Urlaubstag hinsichtlich der festen und leistungsabhängigen Entgeltbestandteile 50 Prozent des arbeitstäglichen Entgelts sowie 50 Prozent des Durchschnitts der Zeitzuschläge aus den letzten abgerechneten drei Monaten. Klingt zu kompliziert? Als Faustregel erhält ein Arbeitnehmer, der im Kalenderjahr 30 Urlaubstage hat, ein zusätzliches Urlaubsgeld in Höhe von 69 Prozent seines monatlichen Entgelts.

Was das konkret in Geld bedeutet, zeigt die Grafik an den Berufen des Maschineneinrichters und des Bereichscontrollers.
 

In welchem Monat wird das Urlaubsgeld ausgezahlt?

Die Auszahlung ist in Unternehmen unterschiedlich geregelt. Das zusätzliche Urlaubsgeld kann entweder jeweils vor Beginn des Urlaubs des Beschäftigten gezahlt werden oder es kann durch eine Betriebsvereinbarung ein einheitlicher Fälligkeitstermin festgelegt werden. Der Tarifvertrag gibt vor, dass das Geld dann bis spätestens 30. Juni bei den Beschäftigten auf dem Konto sein muss.
 

Erhalten Auszubildende Urlaubsgeld?

Auszubildende haben nach dem Manteltarifvertrag einen Anspruch auf ein zusätzliches Urlaubsgeld in Höhe von 2,3 Prozent der monatlichen Vergütung pro Urlaubstag. Die Azubis erhalten das Geld bis spätestens vor Beginn der Sommerferien.
 

Seit wann gibt es überhaupt Urlaubsgeld?

Von einer "zusätzlichen Urlaubsvergütung" (im Tarifbezirk Nordwürttemberg/Nordbaden für die Angestellten) spricht man mit Abschluss des Urlaubsabkommens vom 16. August 1969 (gültig ab 1. Januar 1970). Allerdings gab es wohl bereits im Urlaubsabkommen vom 23. Juli 1964 für die Arbeiter (vom Urlaubsjahr 1965 an) eine erhöhte Urlaubsvergütung.

Die Berechnungsweise sowie die Höhe dieser damaligen zusätzlichen Urlaubsvergütung entsprachen aber noch nicht dem heutigen zusätzlichen Urlaubsgeld.

Südwestmetall
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Datum: 22.9.2018

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