Tarifabschluss bis Ostern weiterhin möglich

Porth: „In einigen Punkten sind wir uns schon näher, in anderen noch ein gutes Stück auseinander“

24.03.2021

Die Arbeitgeber der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) sehen weiterhin die Chance, bis Ostern zu einem Tarifabschluss zu kommen. „Wir sind heute einen Schritt weitergekommen und haben zu den Kernthemen beider Seiten Lösungskorridore gefunden“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Wilfried Porth am Mittwoch nach der 5.Verhandlungsrunde in Kornwestheim: „In einigen Punkten sind wir uns schon näher, in anderen noch ein gutes Stück auseinander. Allerdings müssen wir über Geld erst noch sprechen.“

Porth betonte, dass die Arbeitgeber an dem Ziel festhalten, eine Kostenbelastung in diesem Jahr zumindest für die Betriebe zu vermeiden, denen es noch nicht wieder gut gehe: „Dafür brauchen wir auch die von uns geforderte automatische Differenzierung.“ Eine Variabilisierung von Sonderzahlungen könne zudem für eine weitere Entlastung der Betriebe sorgen, die den wirtschaftlichen Rückschlag aus den Vorjahren noch nicht wieder aufgeholt haben.

Beim Thema Arbeitszeitabsenkung mit Teillohnausgleich sieht Porth die Chance auf ein Modell, „das für beide Seiten einen echten Mehrwert darstellen könnte, wenn es darum geht, in der Transformation Beschäftigung zu sichern, ohne die Betriebe mit zusätzlichen Kosten zu belasten“.Auch bei der Vereinfachung der Tarifverträge gebe es Lösungsansätze, z.B. bei der Arbeitszeit. Zur Gewerkschaftsforderung nach Tarifregeln für Dual Studierende stellte der Südwestmetall- Vorsitzende klar, dass man sich allenfalls über Regelungen für die Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) austauschen könne: „Bei der Frage einer vorab garantierten Übernahme verläuft bei uns sowieso eine rote Linie.“

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Volker Steinmaier

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