Küpper: „Die kommende Landesregierung muss die eingeleitete MINT-Strategie konsequent fortführen und umsetzen.“
Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen und der globalen Instabilität wegen des Iran-Krieges bleibt die Lücke bei den MINT-Fachkräften (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) groß. Laut dem aktuellen MINT-Frühjahrsreport des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit Stand März 2026 kommen derzeit 117 offene Stellen auf 100 Arbeitslose.
„Es wird schwer, den Herausforderungen der Transformation in der M+E-Industrie zu begegnen“, erklärte Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt beim Arbeitgeberverband Südwestmetall, am Dienstag in Stuttgart. Denn dafür brauche es hochqualifizierte Fachkräfte.
Mit Blick auf die kommende Landesregierung forderte Küpper die konsequente Fortführung der bereits eingeleiteten MINT-Strategie. Notwendig sei eine flächendeckende Umsetzung unter Einbeziehung außerschulischer Partner. Dabei müsse der gesamte Bildungsweg – von der Frühförderung über den schulischen Unterricht bis zur Berufsorientierung – gestärkt werden. „Wir dürfen hier nicht auf halbem Weg stehenbleiben. Ziel muss es sein, dass MINT-Bildung in Baden-Württemberg von einer punktuellen Förderlogik zu einem integrierten Steuerungsfeld der Schulentwicklung wird.“
Vor allem mit Blick auf die demografische Entwicklung bliebe der Fachkräftemangel ein zentrales Problem. „Im vergangenen Jahr sind mehr Babyboomer in den Ruhestand getreten, als junge Arbeitskräfte nachgerückt sind. Bis 2030 werden in Baden-Württemberg mehr als eine halbe Million Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden“, so Küpper weiter. „Diese Personalengpässe gefährden die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts.“
